• Veröffentlicht am 06.12.2017

Albers-Schülerinnen erreichen Landesfinale beim zdi-Roboterwettbewerb

Geschichten mit Robotern darzustellen, hat am Josef-Albers-Gymnasium bereits eine lange Tradition. Mit dem 2. Platz beim Regionalentscheid des zdi-Wettbewerbs in Kamp-Lintfort wurde das Ticket zum Landesfinale gelöst.

Kamp-Lintfort, 06. Dezember 2017:  Streaming-Dienste kann man sich so vorstellen, dass im Internet kleine Roboter arbeiten, die beispielsweise die gewünschten Titel einer CD auflegen. Auf diese Weise hat ein Team aus sieben Schülerinnen und einem Schüler Möglichkeiten des Internets mit Lego-Robotern dargestellt. Als eines von acht Bewerberteams erreichte „BottRob“ die Endrunde am 16.12. in Mülheim.
Die durch Roboter dargestellte Geschichte beginnt mit Erik und Barbara. Sie verabreden sich per WhatsApp zu einem Kinobesuch, doch zuvor lassen beide das Internet für sich arbeiten. Erik schlägt für seine Hausaufgaben eine Definition für Umweltschutz nach, während Barbara sich Musik streamen lässt. Die als Siri und Alexa verkleideten Roboter erledigen diese Aufgaben, indem sie zur Bibliothek fahren oder an der Musikanlage eine CD einlegen. Auch das angeforderte Onlineticket wird vom Roboter am Schalter erworben und der Post bei Instagram wird durch das Aufhängen eines Bildes an eine Magnetwand dargestellt.
„Bei der Programmierung der Roboter muss man auf einige Dinge achten, aber man sieht ja sofort, ob das, was man sich überlegt hat, auch klappt“, erläutert Sina Czempinski, Schülerin der Einführungsphase. Altersbedingt nimmt sie zum fünften und letzten Mal am Wettbewerb teil und gibt ihre Erfahrungen als Teamcoach an die Neulinge weiter. „Meistens funktionieren die Programme zuverlässig, aber der ganze Kulissenaufbau mit den insgesamt fünf Robotern führt dazu, dass sich die Abläufe gegenseitig stören.“ Ihre Mitstreiterin Jule Cleven ergänzt: „Schiebt ein Roboter ungeplant etwas vor sich her, so werden die anderen Prozesse zu früh angestoßen. Eingreifen wird mit Punktabzug bestraft.“


In den Anfängen programmierten die Schülerinnen noch in einer Blocksprache, bis sie in der 7. Klasse auf einem MINT-EC-Camp eine textbasierte Programmiersprache erlernten. In der Oberstufe wählten beide Mädchen selbstverständlich das Fach Informatik. Die Vitrine auf dem Informatik-Flur wird mittlerweile von sieben Pokalen geziert.
Die Idee zur Performance hatte das Team schnell, nachdem es die Themenvorgabe des Veranstalters gelesen hatte. Zur „intelligenten, umweltfreundlichen und integrierten Mobilität“ galt es nun, einen Kulissenplan zu erstellen und mit dem Bau zu beginnen. Alle Projektphasen wurden von den Schülerinnen eigenständig bewältigt. Die betreuenden Lehrkräfte übernahmen die Aufsicht und standen zur Verfügung, wenn es Fragen und Materialwünsche gab. „Dieses Projekt ist nur ein Baustein unseres großen MINT-Förderkonzeptes“, ergänzt Manuel Weiß, Informatiklehrer am Albers. „Viele engagierte Lehrkräfte ermöglichen durch die Teilnahme an Wettbewerben und Arbeitsgemeinschaften gewinnbringende Excellenzförderung. Eines unserer Jungenteams kam beim Regionalentscheid vor vier Wochen in Mülheim auf den dritten Platz. Das zusätzliche Engagement von uns Lehrkräften lohnt sich auf jeden Fall, wenn man die heutige Freude über das Erreichte sieht. Von den Jugendlichen kommt viel zurück und durch die Termine bei unseren außerschulischen Partnern können wir uns mit Kollegen anderer Schulen austauschen und unsere eigene Arbeit bereichern. Wir wünschen unserem Team für das Finale nächsten Samstag, den 16.12., in Mülheim viel Erfolg!“