• Veröffentlicht am 22.01.2016

Forschertage für Grundschulklassen

„Eis angeln“, Sinneswahrnehmungen erforschen und Farbstoffe aus Rotkohl herauslösen: Wer kann diese drei Experimente den drei Naturwissenschaften zuordnen? Am Josef-Albers-Gymnasium erproben Schülerinnen und Schüler zukünftige Rollen: Vier Bottroper Grundschulen sind mit insgesamt 8 Klassen für einen Tag zu Gast in den modern ausgestatteten naturwissenschaftlichen Fachräumen und lernen Experimentalunterricht an einer weiterführenden Schule kennen. 80 angehende Abiturientinnen und Abiturienten übernehmen die Rolle des naturwissenschaftlichen Lehrers. 

Als MINT-EC-Mitgliedsschule führt das Josef-Albers-Gymnasium im Rahmen des MiLeNa-Projektes Schülerinnen und Schüler an den Beruf des mathematisch- naturwissenschaftlichen Lehrers heran. Die MINT-Lehrer-Nachwuchsförderung (MiLeNa) ist ein bundesweit vom Verein MINT-EC initiiertes Projekt mit dem Ziel, besonders geeignete Bewerber für diesen vielseitigen, interessanten und verantwortungsvollen Beruf zu gewinnen. Die Biologielehrerin Viola den Elzen bereitet die Schülerinnen und Schüler auf ihre neue Rolle als Lehrerin bzw. Lehrer vor. „Die Tipps, die ich zum Umgang mit Schülergruppen von den Uni-Veranstaltungen und von unserer Lehrerin erhalten habe, konnte ich gut umsetzen, um bei allen Schülern aus meiner Gruppe Interesse an den Kernfragen der Experimente zu wecken“, so Felix Eikam, der seit anderthalb Jahren am MiLeNa-Projekt teilnimmt. „Der Umgang mit meiner Gruppe hat mir und den Kindern viel Freude bereitet.“ Dies bestätigen auch Lillian und Melissa aus der 4a der Schillerschule: „Es ist toll, dass uns die großen Schülerinnen und Schüler helfen. Das Zerkleinern des Rotkohls mit dem Mörser macht Spaß, wir haben bei uns an der Schule nicht so coole Sachen wie hier im Chemie-Fachraum.“  

Dieser Tag dient der Orientierung, um zu erfahren, mit welchen verschiedenen Inhalten sich die Chemie, die Physik und die Biologie befassen. „Es ist prima, dass wir mit ganzen Klassen hier teilnehmen können“, so Frau Storp, Lehrerin der 4a an der Ludgerusschule. „Sie können den Unterrichtsalltag an einer weiterführenden Schule und die Arbeitsweise in den verschiedenen Naturwissenschaften kennenlernen. So werden mögliche Ängste beim Übergang zur neuen Schule abgebaut und der Tag kann mit der gesamten Klasse gut reflektiert werden.“ 

Zwischen den zwei 90-minütigen Experimentierphasen steht eine bewegte Pause auf dem Stundenplan, zu der die Sporthelfer des Josef-Albers-Gymnasiums in die Turnhalle einladen. Nach dem gemeinsamen Frühstück kann der Kopf mit Fußball, Klettern und Jonglieren für den zweiten Teil freigemacht werden. Das vor vier Jahren erstmals erprobte Gesamt-Konzept dieser besonderen Unterrichtstage ermöglicht eine echte Win-win-Situationen für alle Beteiligten und setzt auf Nachhaltigkeit.