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I. Leitlinie

Theaterspielen erlaubt Kindern und Jugendlichen Gedanken, Gefühle, Vorstellungen und Phantasien aktiv zu gestalten und darzustellen. Es gewährt Spielraum für Subjektivität sowie inneres und äußeres Probehandeln und hält den Blick frei für Lebensalternativen und Sinngebungen.
Somit erhalten Schülerinnen und Schülern durch die Mitarbeit an einer schulischen Theaterinszenierung die Möglichkeit, im Dialog mit Gleichaltrigen ihr Selbst- und Weltverständnis sowie das Vertrauen in eigene Kräfte auszubilden.
In Anbetracht der schulischen Richtlinien und des Leitbildes unserer Schule leistet die Theaterarbeit neben den anderen Handlungsfeldern einen wichtigen Beitrag, die jungen Menschen in ihrer Entwicklung zu Toleranz, Respekt und Offenheit gegenüber anderen, Kritikfähigkeit, eigenverantwortlichem Handeln und Teamfähigkeit zu fordern und zu fördern.

II. Konkretion

Am Josef-Albers-Gymnasium ist Theaterarbeit seit einigen Jahren fester Bestand-teil des Schullebens. Unterrichtsbegleitende Projekte werden neben außerunterrichtlichen in beiden Sekundarstufen durchgeführt. Die Probebühne bietet Möglichkeit für Übungen jeglicher Art sowie Stauraum für einen stetig wachsenden Fundus an Requisiten und Kostümen. Die Präsentation der Ergebnisse – Inszenierungen in der schuleigenen Aula – bildet einen besonderen Abschluss der Arbeit gegen Ende des Schuljahres.
Dabei wird die Möglichkeit der Kooperation unterschiedlicher Fächer bei der Ent-wicklung eines Projektes gerne genutzt. Verwiesen sei hier nur auf die Fächer Musik und Kunst, die Inszenierungen mit ihrer Unterstützung deutlich bereichern und Schülerinnen und Schüler auch über Kursgrenzen hinweg über die gemein-same Arbeit zusammenführen.
Auf diese Weise prägt die Theaterarbeit deutlich das schulische Kulturleben mit, hat identitätsstiftenden Charakter und repräsentiert das Josef-Albers-Gymnasium auch nach außen hin.
Vor diesem Hintergrund sieht sich unsere Schule in der unbedingten Verantwortung die Theaterarbeit fortzusetzen und bestehendes schulisches Potential weiter auszubauen.


Literaturkurse:

1. Das Fach Literatur als Werkstattarbeit

In der Jahrgangsstufe 12 haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit für ein Jahr das Fach Literatur anzuwählen. Gemäß dem Lehrplan
„…leisten Literaturkurse in einer Welt, die wesentlich durch Medien und Ver-mittlungssysteme geprägt ist, einen Beitrag zur Medienerziehung, indem sie Mittel und Möglichkeiten ästhetisch-literarischer Kommunikation thematisieren und erproben.“
Sie bieten vor diesem Hintergrund
„…in besonderer Weise ein Erprobungsfeld für Kreativität. Die spezifischen Gestaltungsprozesse eröffnen in möglichst großem Umfang Freiräume für Spontaneität, Innovation, Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit.“
(vgl. Lehrplan Literatur, S. 6f)

Das Fach setzt ausdrücklich die „Werkstatt als Methode“ voraus, wobei je nach Neigung der Kursmitglieder ein Schwerpunkt gesetzt werden kann: Schreiben, Theater- oder Medienarbeit.



Theaterarbeit an unserer Schule

Um eine kontinuierliche Theaterarbeit zu sichern, bietet das Josef-Albers-Gymnasium in der Jahrgangsstufe 12 in der Regel zwei parallele Literaturkurse an, wobei bei der Kurszuteilung die Lust an theaterpraktischer Arbeit möglichst berücksichtigt wird.

Die Arbeit des theaterpraktischen Literaturkurses orientiert sich in seiner Arbeit überzeugt an die Vorgaben des Lehrplans:
„Literaturkurse sind methodisch so anzulegen, dass kreative Persönlichkeits-merkmale der Lernenden entdeckt und gefördert werden, ein kreativer Gestal-tungsprozess initiiert und ein Produkt hergestellt wird, das zumindest für die betroffenen Schülerinnen und Schüler neu ist. (…) Eine bloß koopierende Ü-bernahme bereits bekannter Muster ist damit ausgeschlossen. Kreativität kann sich erst dann entfalten, wenn man sich mit Traditionen produktiv auseinander setzt, wenn bestimmte Routen, Muster, Klischees und Denkschemata über-wunden werden (siehe auch Kapitel 1.1).“
aus: Lehrplan Literatur, Seite 34


Inszenierungen unserer Literaturkurse in den letzten Jahren:

  • Mrozek: Auf hoher See (Schuljahr 2003/2004)
  • Shakespeare: Ein Sommernachtstraum (Schuljahr 2005/2006)
  • Berges: Helges Leben (Schuljahr 2006/2007)
  • Sibylle Berg: Helges Leben (Schuljahr 2007/2008)
  • ???: Das Märchending (Schuljahr 2007/2008)
  • George Tabori: Mein Kampf (Schuljahr 2008/2009)
  • ???: ??? (Schuljahr 2008/2009)

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